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Willkommen in Lengenwang

Neubau einer Mehrzweckhalle in Lengenwang

Von ersten Überlegungen bis zum 1. Spatenstich!

Die Entstehung einer Mehrzweckhalle ist weit mehr als ein Bauprojekt – sie beginnt mit einer Idee, die aus den Bedürfnissen und Wünschen einer Gemeinde wächst. Von den ersten Überlegungen über zahlreiche Planungen, Entscheidungen und Herausforderungen bis hin zum feierlichen Spatenstich ist es ein Weg, der von Engagement, Zusammenarbeit und Weitblick geprägt ist. Diese Chronik blickt auf die einzelnen Etappen zurück und dokumentiert den Weg von der Vision bis zum Baubeginn.

Die Entstehung einer Mehrzweckhalle beginnt lange bevor die ersten Bagger anrollen. Am Anfang stehen Ideen, Wünsche und Visionen – getragen von dem gemeinsamen Ziel, einen Ort für Sport, Kultur, Gemeinschaft und Begegnung zu schaffen. Von den ersten Überlegungen über zahlreiche Planungs- und Entscheidungsprozesse bis hin zum feierlichen Spatenstich war es ein Weg, der von Engagement, Ausdauer und der Zusammenarbeit vieler Beteiligter geprägt wurde.

Diese Chronik blickt auf die wichtigsten Stationen dieser Entwicklung zurück und dokumentiert den Weg von der ersten Idee bis zum Baubeginn:

Aufgrund der zu kleinen Schulturnhalle erste Überlegungen zur Umsetzung einer größeren Halle. Einer der Gründe hierfür: Die sehr aktive und auch erfolgreiche Sparte des TSV Korbball kann keine Heimspiele ausführen, da hierfür die bestehende Schulturnhalle deutlich zu klein ist.

Eine neue Halle bietet für die bestehenden Sparten des TSV die Möglichkeit, die jeweilige Sportart attraktiver darzustellen und auszubauen. Das Potential wäre in Lengenwang auf jeden Fall vorhanden.

Der Umbau der bestehenden Schulturnhalle wurde erwogen. Auch die Möglichkeiten eines Neubaus wurde diskutiert.

In der Gemeinderatssitzung vom 5.11.2014 stellte der Architekt Alois Brenner die Erweiterungsmöglichkeiten der Turnhalle am bestehenden Standort vor. Sowohl die Erweiterung nach Norden zum Parkplatz hin wie auch der Erweiterung nach Westen in Richtung Bahngleis konnte nicht überzeugen.

Der Ortspfarrer im Ruhestand Stefan Ried richtete ein sehr engagiertes Schreiben an Bürgermeister und Gemeinderat. Er regte den Bau einer Sport- und ausdrücklich auch Festhalle an. Die Erweiterung der bestehenden Turnhalle bezeichnet er als Murks, es käme nur ein Neubau in Frage, in dem neben verschiedenen Sportarten auch allerlei Festlichkeiten wie Konzerte, Hochzeiten, Jubiläen, Theater, Vorträge und  Versammlungen jeder Art abgewickelt werden könnten. Ja, so eine Halle ist in unserer Zeit kein Luxus mehr, führte Pfarrer Ried aus. Eine Halle zu haben, die für die meisten Sportarten nicht die vorgeschriebenen Maße aufweist ist für eine so reiche Gemeinde wie Lengenwang eigentlich doch beschämend. Als Standort sah er die Fläche nördlich des Feuerwehrhauses vor, auf der heute der Edeka Markt steht.

Konkretere Planungen in Sachen Turnhalle. Zur Planung wurden am 19.04.2016 vom Gemeinderat auch Vertreter der Lengenwanger Vereine, insbesondere TSV und Musik gehört. Die weiterhin sehr erfolgreiche Sparte Korbball würde gerne Heimspiele durchführen.  Auch die Jugend der Fußballer kann in der bestehenden Halle nicht trainieren und vor allem keine Hallenturniere ausrichten, da die benötigte Feldgröße nicht dargestellt werden kann. Der Vorteil des Heimspielrechts kann nicht ausgeübt werden. Wenn doch ein Turnier veranstaltet wird, dann ist in der bestehenden Halle kein Platz für die Zuschauer vorhanden. 

Erste Besichtigungen des damaligen Gemeinderats von umliegenden Hallen z.B. in Wald, Geisenried und Eggenthal fanden statt. Hier konnten Anregungen für eine eigene Halle gewonnen werden. Insbesondere aber waren Beispiele sichtbar, wie die Lengenwanger Halle nicht gebaut werden sollte.

Detaillierte Prüfung des Umbaus der Schulturnhalle mit dem Ergebnis, dass eine Erweiterung nicht umsetzbar wäre. Am 06.12.2027 Besichtigung der Waldhalla in Wald durch den Gemeinderat.

Frühjahr 2018

Gespräche mit den Lengenwanger Vereinen und Bürgermeistern. Mit den Planern der Halle in Eggenthal, den Ingenieurbüro IB Lück, wurde erstmals Kontakt aufgenommen. Am 01.03.2018 fand erstmals ein Gespräch mit IB Lück statt.

Sommer 2018

Weitere Hallenbesichtigungen des Gemeinderats und der Vereinsvertreter in Ebersbach, Haldenwang im September 2018, Rieden am Forggensee im Oktober 2018.

Januar 2019

Im Januar 2019 besichtigte der Gemeinderat die Halle in Hawangen.

Februar 2019

Am 07.02.2019 fand in der Schulaula eine Infoveranstaltung zum Thema „Neubau einer Mehrzweckhalle“ statt. Damit hatte sich der Gemeinderat bereits von der Planung einer reinen Sporthalle verabschiedet. Anwesend waren die Gebrüder Lück als Hallenplaner, die ihr Konzept des Hallenbaues erläuterten.

März 2019

Am 21.03.2019 fand die Bürgerversammlung zum Thema „Halle für Alle“ im Gasthof Adler in Lengenwang statt. Schwerpunkte waren die Informationen zum aktuellen Planungsstand für den Neubau einer Mehrzweckhalle.  Die Vereine informierten bzgl. der Notwendigkeit. Die Herren Fritz und Rainer Lück unterstützten mit ihrem Fachwissen. 

Die Absichten des Gemeinderates mit dem Neubau einer Mehrzweckhalle wurden erläutert: Die Schaffung eines attraktiven Sportangebotes für alle Lengenwanger. Ein passender Rahmen für Musik, Veranstaltungen in Lengenwang sowie ein Ort der Begegnung für alle Lengenwanger.

Schließlich wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. 

Juni 2019

Es begannen Vertragsverhandlungen über den Kauf eines Grundstückes östlich des Sportgeländes. Dem Gemeinderat wurde ein erster Entwurf zum Notarvertrag über den Kauf dieses Grundstückes vorgestellt. Das Grundstück südlich des Sportgeländes auf der anderen Seite der Straße nach Außerlengenwang, das bereits der Gemeinde gehört, kommt nach Aussage des Bauamtes Marktoberdorf für den Hallenbau nicht in Frage. Auch wurde der Gemeinderat über das Ergebnis der Machbarkeitsstudie bezüglich des Hallenneubaus sowie die hierzu erforderliche Bauleitplanung informiert.

Juli bis Dezember 2019

Der Kauf des zukünftigen Hallengeländes wurde beschlossen. Es folgten die Erstellung erster Hallenpläne. Die Ergebnisse aus Studien bzgl. Standort, etc. wurden dem Gemeinderat zur Kenntnis gebracht.

Januar 2020

Am 09.01.2020 Besichtigung weiterer Hallen von Mitgliedern des Gemeinderats und Vereinsvertretern in Hurlach, ESV München Ost und Zorneding. Das Interesse dieser Gruppe richtete sich sehr bald auf die von den Gebrüdern Lück errichteten Hallen, da diese immer nach dem gleichen System gebaut wurden. Nachfragen bei den Bürgermeistern ergaben, dass diese Hallen bei voller Funktionalität äußerst günstig errichtet werden konnten. Zudem wurden die von den Gebrüder Lück kalkulierten Kosten stets eingehalten. 

Alle Hallen, die von anderen Architekten gebaut wurden, wiesen erhebliche Baukostenüberschreitungen auf. 

Das äußere Erscheinungsbild der von den Gebrüder Lück errichteten Hallen empfanden die besichtigende Gruppe als durchaus ansprechend und auch für Lengenwang passend. Der Gemeinderat kam unter Abwägung dieser Alleinstellungsmerkmale der Gebrüder Lück, insbesondere des kostensparenden Baukastensystems, der vollen Funktionalität, durch die Bürgermeister bestätigt, sowie der ebenfalls bestätigten bisher strikten Einhaltung der Baukosten beziehungsweise sogar Unterschreitung der Kostenschätzungen zu dem Entschluss, dass insbesondere unter Betrachtung der finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde Lengenwang nur eine Halle nach dem System der Gebrüder Lück für Lengenwang infrage kommt. Eine Anfrage bei weiteren Architekten erschien nach der Besichtigung der Vielzahl an Hallen, insbesondere unter dem Aspekt der Einhaltung der Baukosten, verzichtbar. (Siehe hierzu die Aktennotiz vom 12.05.2020 zum Vertrag Gemeinde Lengenwang / Ing.Büro Fritz Lück)

Februar 2020

Am 07.02.2020 Bürgerversammlung Halle für Halle mit Vorstellung erster konkreter Pläne. Am 10.02.2020 Nachbesprechung der Bürgerversammlung und ausführliche Besprechung der Finanzierungsmöglichkeiten mit der Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft Seeg, Karina Reitemann.

18. Februar 2020 - Einstimmiger Beschluss des Gemeinderats in öffentlicher Sitzung zum Bau der „Halle für Alle“ auf der Fl.Nr. 454 Gemarkung Lengenwang. Als Obergrenze für die Bruttobaukosten incl. Nebenkosten  ohne Grundstück werden 4,90 Mio. Euro festgesetzt. Die entsprechenden Aufträge sollen erteilt werden. Der Gemeinderat beschließt die Aufstellung des Bebauungsplanes „Mehrzweckhalle“ sowie die Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich des Bebauungsplanes Mehrzweckhalle.

März 2020

Es wurde die Steuerberatungskanzlei Popp hinzugezogen, die sich auf Kommunalberatung spezialisiert hat. Steuerberater Popp informierte Vertreter der Gemeinde unter Einbeziehung des Ing.Büro Lück sowie der Fachleute der VG Seeg über das Wesen und die Besonderheiten eines Kommunalunternehmens, insbesondere in Hinblick auf die erleichterten Ausschreibungsmodalitäten sowie der Möglichkeit des Nachverhandelns. Er rät zur Erteilung eines General- Übernehmervertrages der Gemeinde an das KU. Als Einsparpotential durch Einbeziehung eines KU wurde die Größenordnung von insgesamt ca. 20 bis 25% der Baukosten genannt.
Es fand die Kommunalwahl statt -  Bürgermeister und Gemeinderat wurden neu gewählt.

September 2020

H. Sieber vom Ing. Büro Sieber bei Lindau stellt den für den Bau der „Mehrzweckhalle für Kultur und Sport“ notwendigen Flächennutzungsplan (55 Seiten) sowie den Entwurf für den entsprechenden Bebauungsplan vor.  In dem Zusammenhang ist auch ein Schallschutzgutachten zwingend erforderlich. Der Billigungs- und Auslegungsbeschluss sowohl für den Flächennutzungsplan wie auch für den Bebauungsplan erfolgt jeweils einstimmig.

Dezember 2020

H. Sieber von Sieber Consult stellt dem Gemeinderat die Abwägungen zum Feststellungsbeschluss des Flächennutzungsplanes sowie zum  Satzungsbeschluss des Bebauungsplanes Mehrzweckhalle vor.

Februar 2021

Videokonferenz mit Steuerberater Florian Popp.

März 2021

Flächennutzungsplan und Bebauungsplan Mehrzweckhalle werden beschlossen.

Treffen der drei BGM der Gemeinde Lengenwang mit den Architekten Fritz und Rainer Lück, den Vorständen des TSV Lengenwang, den Vorständen des Musikvereins Lengenwang sowie Peter Rapp vom Arbeitskreis Energiewerkstatt Lengenwang. Die Brüder Lück stellten nochmal ihr Konzept vor und verwiesen auf die insgesamt 18 von ihnen gebauten kommunalen Hallen, insbesondere auf die in Zorneding, die der geplanten Lengenwanger Halle am nächsten kommt. Die Kostenschätzungen konnten bisher stets mit plus/minus 3% eingehalten werden. Besprochen wurden die Anforderungen an die Ausstattung der neuen Halle, der Nebenräume, des Bodenbelages sowie der Heizung. Die Gründung des KU wurde auf den Juli 2021 terminiert.

Das Steuerbüro Popp soll eine Beschlussvorlage für die Gründung des KU im Juni 2021 vorlegen.

Juli 2021

Die Verlängerung der Halle nach Norden hin um einen Meter wird beschlossen, um den Einbau einer Boulderwand zu ermöglichen. 

Oktober 2021

Der Gemeinderat beschließt die Gründung des „Kommunalunternehmen Lengenwang“ sowie die entsprechende Satzung des KU für die Durchführung kommunaler Aufgaben, insbesondere für den Bau und eventuell die Bewirtschaftung der geplanten Mehrzweckhalle. Der Rat verspricht sich hierdurch Erleichterung bei den Auftragsvergaben sowie steuerliche Vorteile, insbesondere über teilweise Rückerstattung der Vorsteuer. Ein Vorstand für das KU ist noch zu benennen.

Der Gemeinderat beschließt, das von den Architekten vorgeschlagene Walmdach für die Halle in ein Satteldach umzuwandeln.

Februar 2022

Erste Sitzung des Verwaltungsrates des KU Lengenwang. Beschluss der Geschäftsordnung.

Es finden Gespräche mit Bernhard Gantner statt bezüglich Vorstand des KU.

H. Hartl stellt sich als neuer Geschäftsstellenleiter der VG Seeg vor.

Mit den Gebr. Lück und H. Gantner als designierter KU- Vorstand und Vertretern der Gemeinde wird die Kostenaufteilung der Machbarkeitsstudie und der folgenden Planungsleistungen zwischen Gemeinde und KU festgelegt. Maßgeblich soll das rechtliche Gründungsdatum des KU sein. Weitere Aufträge zur Halle erteilt nur das KU.

Die Herren Lück regen an, für das Projekt Halle einen geeigneten Projektsteuerer als sachkundigen Mittler zwischen Auftraggeber und Architekten zu suchen. Es finden mehrere Gespräche mit geeigneten Anbietern statt.
Die Architekten Lück legen die Verträge über ihre Ingenieur- und Architektenleistungen vor. Diese werden dem Steuerbüro Popp übermittelt und anschließend in Videokonferenz mit dem Steuerberater Popp besprochen. Das Büro Popp legt den Entwurf eines Generalübernehmervertrages vor. Dieser wird vom Gemeinderat nicht positiv beurteilt.

Juni 2022

Beschluss des Gemeinderats über die Ingenieurleistungen: Tragwerksplanung, Freianlagenplanung sowie Brandschutz. 

Beschluss über die Architektenleistungen der Leistungsphasen 3 bis 5, (Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung, Werkplanung) der Ing.-Büros Lück.

August 2022

Entwurfsplanung der Halle wurde final vom Gemeinderat abgestimmt und einstimmig beschlossen.

Herbst 2022

Eingabe des Genehmigungsplans.

Herbst 2022 bis Frühjahr 2023

Prüfung des Bauwerks bzgl. Brandschutz, Statik, etc. durch öffentliche Experten. 

Herr Dipl.-Ing. Bertram Mooser erklärt sich bereit, für die Gemeinde Lengenwang als „Projektsteuerer light“ tätig zu werden. Die Vergütung erfolgt auf Stundenbasis.

Frühjahr bis Ende 2023

Prüfung des Bauvorhabens durch das Landratsamt sowie folgendem Ausschreibungsbeginn.

Frühjahr 2024

Vergabe erster Ausschreibungen.

Juni 2024

Am 24. Juni erfolgt der Spatenstich der „Halle für Alle“.

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