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St 2008 Ausbau nördlich Lengenwang - Vollsperrung zwischen Lengenwang und Sigratsbold ab 10.10.2026

Die Arbeiten am Ausbau der Staatsstraße 2008 zwischen Lengenwang und Balteratsried schreiten voran. Dazu gehört auch die Beseitigung des gefährlichen Bahnübergangs des vorderen Hüttenbichelweges bei Sigratsbold. Dieser wird künftig ab dem neuen Anschluss nach Sigratsbold unter der St2008 und der DB-Linie hindurchgeführt.

Um die Sperrpause der DB und der Straße möglichst kurz zu halten, wurde das Unterführungsbauwerk im letzten halben Jahr neben der Bahnlinie gebaut. Es wird nun ab der nächsten Woche in die endgültige Lage geschoben. Hierzu ist die Vollsperrung der St 2008 und der Bahnlinie unvermeidbar. Auf der DB Linie Marktoberdorf - Füssen wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die Umleitung der St 2008 erfolgt über Marktoberdorf - Roßhaupten - Seeg bis Lengenwang und umgekehrt. Die wichtigste Phase der diesjährigen Bauarbeiten zur Beseitigung des Bahnübergangs bei Sigratsbold steht bevor. Bisher wurde die neue Brücke zur Unterführung des vorderen Hüttenbichelweges unter der Staatsstraße 2008 und unter der Bahnlinie Marktoberdorf - Füssen neben der Bahnlinie gebaut. Der Bahn- und Straßenverkehr konnte während dieser Zeit aufrecht erhalten werden. 

Ab 10.Oktober ist nun aber eine Vollsperrung von Bahnlinie und Staatsstraße erforderlich.

Für die Bahn
ist die Sperrung von Samstag, 10. Oktober 11:00 Uhr bis Sonntag, 18. Oktober 05:00 Uhr terminiert. Ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet.

Für die Staatsstraße
ist die Sperrung von Samstag 10. Oktober bis voraussichtlich 16. November 2026 terminiert.
Die überörtliche Umleitung ab Marktoberdorf über die B16 bis Roßhaupten, weiter über die Kr OAL 1 bis Seeg zurück auf die St 2008 (und umgekehrt) ist ausgeschildert.

Millimeterarbeit auf der Schiene: Neues Brückenbauwerk in Lengenwang wird eingeschoben

Während der Sperrpausen werden folgende Arbeiten durchgeführt: 

Der Ablauf im Überblick:

  1. Rückbau und Vorbereitung der Trasse (Start: Sonntag, 10. Oktober ab 23:00 Uhr): Unmittelbar nach Beginn der Streckensperrung werden zunächst die bestehenden Schienen, der Schotter sowie die Leitungs- und Sicherungstechnik im Baubereich im Schutz eines Spundwandkastens behutsam zurückgebaut. Anschließend heben Bagger die Baugrube bis auf die geplante Einbautiefe aus, um das Erdreich für die neue Unterführung freizulegen.
  2. Bau der Verschubbahnen & Gründung: Das Bauwerk gründet sich auf Bohrpfähle. Diese wurden im letzten halben Jahr bereits hergestellt. Sie werden freigelegt. Damit das Bauwerk sicher und präzise verschoben werden kann, wird im freigelegten Bereich eine spezielle Verschubbahn betoniert. Diese führt das Bauwerk auf die Bohrpfähle. 
  3. Der Brückeneinschub: Das eigentliche Herzstück der Maßnahme: Die Brücke besteht eigentlich aus zwei,  durch eine Fuge getrennte Brücken für die DB und für die Straße. Das ca. 2´100 Tonnen schwere Betonbauwerk wird hydraulisch millimetergenau an seinen vorgesehenen Standort geschoben. Der Weg über rd. 36 m Länge wird im Idealfall ca. 7 Stunden dauern. 
  4. Wiederverfüllung und Schließen der Baugrube: Sobald die Brücke sitzt, werden die Bereiche hinter den Brückenwiderlagern schichtweise mit geeignetem Erdmaterial verfüllt und verdichtet. Auch die temporären Hilfskonstruktionen, wie die Spundwände werden schrittweise wieder entfernt.
  5. Wiederherstellung von Gleisen und Technik (Abschluss: Sonntag, 18. Oktober bis 05:00 Uhr): In den finalen Arbeiten werden Kabeltrassen neu installiert, der Schotterunterbau eingebracht und die Gleise exakt neu verlegt und unterstopft. Ab Sonntagmorgen 05:00 endet die Sperrpause und der Bahnbetrieb wird wieder aufgenommen. 

Innerhalb dieses eng getakteten Zeitfensters von 174 Stunden, der sogenannten baubedingten Streckensperrpause der DB,  müssen über 30 Arbeitsschritte koordiniert ausgeführt werden, dazu sind 7 spezialisierte Fachfirmen im Einsatz. Die Arbeiten werden rund um die Uhr durchgeführt.

Nach Herstellung des Bahnkörpers erfolgt nachlaufend die Fertigstellung des Bauwerks rund um die DB und die Hersdtellung des Straßenkörpers, der ebenfals um die Brücke neu aufgebaut, asphaltiert, markiert und mit Schutzplanken ausgestattet werden muss. Hierfür ist ein Zeitraum bis voraussichtlich 16. November terminiert. 

Wir bitten die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Beeinträchtigungen und Behinderungen im Zusammenhang mit den notwendigen Bauarbeiten, die Anlieger bitten wir ebefalls um Verständnis für die notwendigen Arbeiten in den Nachtstunden.  

Bild: Gem.Lengenwang/Peter Hartl/Staatl.Bauamt Kempten

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